Trockendampfreinigung
Rund 180 °C heißer Dampf mit etwa fünf Prozent Restfeuchte. Reinigt und hygienisiert in einem Arbeitsgang, ohne Chemie und ohne Rückstände — dort, wo das Verfahren passt.
Was im Gerät
passiert
Wasser wird im Kessel unter Druck auf über 150 °C erhitzt. An der Düse entspannt es sich und tritt als überhitzter Dampf aus — mit nur rund fünf Prozent Restfeuchte. Zum Vergleich: Ein normaler Dampfreiniger arbeitet mit deutlich mehr Wasser und hinterlässt nasse Flächen.
Die Reinigungswirkung kommt aus drei Richtungen zugleich: Die Hitze löst Fett und Eiweiß, der Druck trägt es mechanisch ab, und die Temperatur an der Oberfläche liegt hoch genug, um Bakterien und Viren abzutöten. Ein Mikrofasertuch nimmt den gelösten Schmutz auf.
Weil kaum Wasser im Spiel ist, trocknen harte Oberflächen in wenigen Minuten. Das ist der praktische Grund, warum das Verfahren in Praxen funktioniert: Der Betrieb kann am selben Morgen weiterlaufen.
Wo es sich lohnt —
und wo nicht
Trockendampf ist kein Ersatz für die klassische Reinigung, sondern ein Werkzeug für bestimmte Aufgaben. Wer ihn überall einsetzt, zahlt drauf.
Dafür ist er gemacht
- Sanitärbereiche — Fugen, Armaturen, WC-Bereiche werden hygienisch sauber, ohne dass Reinigerreste zurückbleiben.
- Küchen und Teeküchen — verharztes Fett an Dunstabzug, Fliesenspiegel und Geräten löst sich durch die Hitze.
- Praxen und Arztzentren — Behandlungsliegen, Griffe und Kontaktflächen ohne Chemiegeruch, sofort wieder nutzbar.
- Polster und Matratzen — Hausstaubmilben überleben die Temperatur nicht, und es bleibt nichts im Gewebe.
- Allergiker-Haushalte und Kitas — überall dort, wo Rückstände ein Thema sind.
Dafür nicht
- Große Bürofläche im Turnus — hier ist das klassische Verfahren deutlich schneller und damit günstiger.
- Verklebte Vinyl- und Designböden — die Hitze kann den Kleber weich machen und Kanten aufstellen.
- Unversiegeltes Holz und Furnier — nimmt Feuchtigkeit auf und kann aufquellen.
- Vorgeschriebene Flächendesinfektion — wo ein Hygieneplan ein bestimmtes Mittel verlangt, bleibt dieses Mittel Pflicht.
Bei unklarem Belag wird an einer unauffälligen Stelle getestet, bevor die Fläche bearbeitet wird.
Was Trockendampf nicht ist
Trockendampf wird gelegentlich als Allheilmittel verkauft. Er ist keines. Er ersetzt weder die laufende Unterhaltsreinigung noch eine Grundreinigung, und er macht Flächen nicht „steril" im medizinischen Sinn — er reduziert die Keimzahl deutlich, mehr nicht.
Was er tatsächlich leistet: Er erledigt Reinigung und Hygienisierung in einem Arbeitsgang, ohne Chemie, ohne Rückstände und mit kurzer Trockenzeit. Für Praxen, Küchen und Sanitärbereiche ist das oft genau das Richtige. Für 800 m² Büroteppich ist es das nicht.
Fragen zum
Verfahren
Wir zeigen das Verfahren gern bei der Besichtigung an einer Fläche Ihrer Wahl.
Ersetzt Trockendampf Desinfektionsmittel?
In vielen Fällen ja, aber nicht überall. Für die tägliche hygienische Reinigung von Sanitärbereichen, Küchen und Oberflächen reicht Trockendampf in der Regel aus und hinterlässt keine Rückstände.
Wo eine Desinfektion nach einem Hygieneplan vorgeschrieben ist — etwa in Teilen des medizinischen Bereichs — bleibt das vorgeschriebene Mittel Pflicht. Wir richten uns nach Ihrem Hygieneplan, nicht umgekehrt.
Wofür eignet sich Trockendampf nicht?
Für großflächige Unterhaltsreinigung ist er langsamer und teurer als das klassische Verfahren. Auf verklebten Vinyl- und Designböden kann die Hitze den Kleber weich machen. Unversiegeltes Holz, empfindliche Furniere und manche Lacke vertragen die Temperatur ebenfalls nicht.
Bei Zweifeln wird an einer unauffälligen Stelle getestet.
Wie lange dauert es, bis die Fläche wieder nutzbar ist?
Bei harten Oberflächen wenige Minuten, bei Polstern und Matratzen je nach Material 20 bis 60 Minuten. Das ist der praktische Vorteil gegenüber der Nassreinigung: Eine Praxis kann am selben Morgen weiterarbeiten.
Was kostet eine Trockendampfreinigung?
Trockendampf wird nach Aufwand berechnet, nicht nach Quadratmeter — die Arbeitsgeschwindigkeit hängt stark vom Verschmutzungsgrad ab. Als Einzelleistung liegt er über der klassischen Reinigung; als Teil eines Unterhaltsvertrags für die Hygienebereiche fällt der Unterschied gering aus.
Nach der Besichtigung bekommen Sie eine feste Zahl.